Generalversammlung des VSGP in Quarten – Peter Hüppi wird Präsident

10.5.2026 – Am 8. Mai 2026 fand die Generalversammlung des Verbands St.Galler Gemeindepräsidien (VSGP) in der Marina Walensee in Quarten statt. Neben den statuarischen Geschäften stand ein bedeutender personeller Wechsel im Zentrum.

Neuer Präsident für den VSGP
Nach seiner vierjährigen Amtszeit tritt Rolf Huber als Präsident zurück. Die Generalversammlung wählte Peter Hüppi (GP Gommiswald) zum neuen Präsidenten. Die Verdienste von Rolf Huber wurden durch den neuen Vizepräsidenten Bruno Seelos (GP Widnau) verdankt. Kilian Looser (GP Nesslau) war während neun Jahren Vorstandsmitglied und wurde anlässlich der Generalversammlung aus dem Vorstand verabschiedet. Der Verband dankt Rolf Huber sowie Kilian Looser herzlich für ihr grosses Engagement im Vorstand.

Fokus auf Digitalisierung und KI
Ein zentraler Schwerpunkt der Versammlung war die digitale Transformation in den Gemeinden. Neben dem Geschäftsbericht von «eGovernment St.Gallen digital.» wurde intensiv über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) diskutiert. Im Zentrum standen dabei eine seitens Staatskanzlei St.Gallen durchgeführte Potentialanalyse sowie die künftige Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und den Gemeinden, um die Effizienz der Verwaltung durch KI-gestützte Lösungen zu steigern.

Finanzen und Budget
Die Generalversammlung genehmigte die Jahresrechnung 2025 sowie das Budget 2026.

Quelle: VSGP-Geschäftsstelle

Peter Hüppi zum neuen Präsidenten des VSGP gewählt

8.5.2026 – Anlässlich der Generalversammlung vom 8. Mai 2026 hat die Versammlung Peter Hüppi, Gemeindepräsident Gommiswald, zum neuen Präsidenten des VSGP gewählt. Er wird ab sofort die Geschicke des Verbandes leiten.

Nach fast 4 1/2 Jahren an der Spitze des Verbandes der St.Galler Gemeindepräsidien hat sich Rolf Huber (Gemeindepräsident Oberriet) entschieden, sein Amt in neue Hände zu übergeben. Während seiner Amtszeit setzte er sich intensiv für den Austausch und die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Kantonsbehörden ein und vertrat die Interessen des Verbandes nachhaltig.
Die Wahrung der Gemeindeautonomie war ihm stets ein sehr grosses Anliegen. In seine Amtszeit fielen verschiedene Herausforderungen wie die Schlussphase der Corona-Pandemie, die Bewältigung des Asylzustroms infolge Ukraine-Krieg, verschiedene Digitalisierungsvorhaben in der öffentlichen Verwaltung im Zusammenspiel mit „eGovernment st.gallen digital.“, mehrere Gesetzesrevisionen, das Sparpaket (EP2026) und vieles mehr. Er hat sich als Verbandspräsident mit Herzblut für die Interessen der untersten Staatsebene eingesetzt. Der Verband St. Galler Gemeindepräsidien wünscht Rolf Huber für die Zukunft alles Gute und dankt ihm ausdrücklich für seinen grossen Einsatz zugunsten der Gemeinden des Kantons St. Gallen.
Mit dem neu gewählten Verbandspräsidenten Peter Hüppi, steht dem VSGP eine versierte und erfahrene Fachperson in kommunaler und kantonaler Politik vor. Mit seiner langjährigen Erfahrung zum einen als Gemeindepräsident von Gommiswald aber auch als Kantonsrat, kennt er die anstehenden Herausforderungen der dritten Staatsebene ganz konkret. Er tritt sein Amt mit dem heutigen Tag an. Die St.Galler Gemeindepräsidien freuen sich, in ihm eine Person gefunden zu haben, welche bereit ist die Geschicke des Verbands der 75 St.Galler Städte und Gemeinden zu lenken. Sein Fokus liegt auf der Gemeindeautonomie im Zusammenspiel mit den kantonalen Behörden zu Gunsten des Gemeinwohls der Bürgerinnen und Bürger.

Für Rückfragen steht der neue VSGP-Präsident Peter Hüppi unter Tel. 078 767 99 07 oder per E-Mail: peter.hueppi@gommiswald.ch zur Verfügung.

Digitaler Meilenstein für Kanton und St.Galler Gemeinden

Digitaler Meilenstein für den Kanton St.Gallen und die St.Galler Gemeinden: E-Login und E-Tax SG sind live.

Seit 1. Januar 2026 steht das E-Login auf Schalter E als zentrale Anmeldung für E-Behördenleistungen von Kanton und St.Galler Gemeinden zur Verfügung.

Das E-Login wird nun schrittweise auf weitere Behördenleistungen wie eCollecting ausgeweitet und ist mit der E-ID kompatibel. Das E-Login nutzt AGOV, das Behördenlogin der Bundesverwaltung. Anstelle eines Passworts kommt ein Zweitfaktor zum Einsatz, empfohlen via AGOV-Access App.

Erster Anwendungsfall: E-Tax SG – Mit E-Tax SG ersetzt der Kanton die bisherige Download-Lösung durch eine webbasierte Steuererklärung, ohne Installation, geräteunabhängig, mit zentraler Datenspeicherung (www.etax.sg.ch).

E-Login ist Bestandteil des Programms «Strategische E-Government Basisservices» (STREBAS) von Kanton und Gemeinden. STREBAS beinhaltet zentrale Services wie E-Payment, E-Signatur sowie den Schalter E, die digitale Behördendienste für Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung effizienter und benutzerfreundlicher gestalten.

➡️ Jetzt registrieren und künftig immer mehr Services mit demselben Login nutzen AGOV.

Schalter E | schalter-e.sg.ch

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Zum Jahresende möchten wir die Gelegenheit nutzen, von Herzen Danke zu sagen. Das vergangene Jahr war geprägt von engagierter Verbandsarbeit, konstruktiven Gesprächen und einem gemeinsamen Einsatz für den Verband der St. Galler Gemeindepräsidien. Wir wünschen frohe, besinnliche Weihnachten, erholsame Feiertage sowie Gesundheit, Zuversicht und viele schöne Momente im neuen Jahr.

Rücktritt Rolf Huber als Präsident VSGP

VSGP-Präsident Rolf Huber https://www.vsgp.ch/vorstand/ hat sich entschieden, per GV vom 8. Mai 2026 sein Amt zur Verfügung zu stellen. Dies hat er anlässlich der Vorstandssitzung vom 12. Dezember 2025 mitgeteilt.

Rolf Huber wurde im November 2021 als Nachfolger von Boris Tschirky ins Amt gewählt und hat seither die Interessen des Verbandes mit grossem Willen, Hartnäckigkeit und durch seine reichhaltige Erfahrung vertreten. Wir danken Rolf schon heute ganz herzlich für sein unermüdliches Engagement für den Verband, die St.Galler Gemeinden und die allseits geschätzte Zusammenarbeit.

Die Ersatzwahl erfolgt anlässlich der VSGP-Generalversammlung vom 8. Mai 2026 durch die Präsidien der St.Galler Gemeinden.

Generalversammlung in Rorschach

14.11.2025 – Der Verband der St. Galler Gemeindepräsidien führte am 14. Nov. 2025 seine Generalversammlung in Rorschach am See durch. Die Traktanden waren reichhaltig und umfangreich. Nebst den ordentlichen Traktanden folgten Ausführungen zum Gesundheitsgesetz, zu Digitalisierungsthemen in der Verwaltung sowie zum Entlastungspaket des Kantons St. Gallen. Als Gäste durften Regierungsrat Bruno Damann, Vertreter der Ortsgemeinden und kantonaler Verbände sowie Vertreter von Verbänden umliegender Kantone begrüsst werden.

Digitalisierung im Fokus
An der Generalversammlung der VSGP wurden die ordentlichen Traktanden behandelt. Wie üblich, wurden weitere Geschäfte und Informationen vorgetragen. Unter anderem zur geplanten Revision und Neuauflage Gesundheitsgesetz und zur Erweiterung des digitalen Bürgerportals (Strebas E-Services | e-service.sg.ch).

Verabschiedung und Neuwahl bei der Revisionsstelle
Durch den Rücktritt von Reto Friedauer (Gemeindepräsident St. Margrethen), wird die Neuwahl bei der Revisionsstelle VSGP nötig. Die langjährige Tätigkeit von Reto Friedauer wird durch den Präsidenten Rolf Huber verdankt. Als Nachfolgerin wird
Gabriela Tremp (Gemeindepräsidentin Schänis) gewählt.

Diskussion und Beschlüsse zum EP2026
In einer lebhaft geführten Generalversammlung haben sich von den insgesamt 59 anwesenden Verbandsmitgliedern deren 58 für die komplette Rückweisung des EP2026 ausgesprochen, da aus Sicht der Gemeinden mit dem vorgelegten EP2026 der vom Kantonsrat ursprünglich erteilte Auftrag in überwiegendem Umfang nicht erfüllt ist. Die Gemeindevertreter werden sich in der parlamentarischen Diskussion entsprechend gegen Aufwandverschiebungen an die 3. Staatsebene im Interesse der St.Galler Gemeinden wehren.

Bildquelle: VSGP

Gemeindepräsidien bilden sich weiter

10. Nov. 2025 – Die Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten wurden am 5./6. Nov. 2025 zu einer Weiterbildungsveranstaltung im Tufertschwil eingeladen. Dabei wurden verschiedene Themen und Neuerungen aus den Fachgebieten Finanzwesen und Bürgerversammlungen, Ortsplanung, Gesundheitswesen, Kommunikation, Öffentlichkeitsgesetz, Personalgesetz und Personalrecht sowie Personalführung vertieft.

VSGP verlangt Rückweisung des Entlastungspaketes als Ganzes

Der Verband St.Galler Gemeindepräsidien (VSGP) hat das von der Regierung präsentierte «Entlastungspaket 2026 (EP2026)» einer vertieften Analyse unterzogen. Die Erkenntnisse sind eindeutig: Das vorliegende Paket entlastet den Kantonshaushalt nicht nachhaltig, sondern verschiebt die finanzielle Verantwortung in einem untragbaren Umfang auf die Gemeinden. Damit drohen den Gemeinden jährliche Mehrbelastungen in Millionenhöhe. Für den VSGP ist dies nicht der richtige Ansatz. Er fordert auf die Vorlage zwar einzutreten, das vorliegende Paket aber an die Regierung zurückzuweisen. Anstelle eines „Verschiebungspaketes“ braucht es ein echtes Spar- und Reformpaket, das auf die laufenden Ausgaben sowie auf strukturelle, organisatorische und personelle Effizienzsteigerungen abzielt.
Bereits in seiner ersten Stellungnahme vom 26. September 2025 wies der VSGP auf die Ablehnung der Verschiebungsübung hin und verlangt, dass endlich strukturelle Reformen und eine echte Aufgabenüberprüfung und -zuordnung angegangen wird. Diese Forderung wird nun konkretisiert.

Auftrag nicht erfüllt und Zeichen der Zeit nicht erkannt
Im vorliegenden Entlastungspaket wird die Grundhaltung der Regierung vermisst, dass eine echte und nachhaltige Entlastung des Staatshaushaltes herbeigeführt werden möchte. Einmal mehr ist die Gefahr gross, dass sich das geschnürte Paket mit den vorgeschlagenen Massnahmen in Detaildiskussionen verlieren wird, welche das Grundproblem der steigenden Staatsausgaben nicht ansatzweise lösen. Das zeigt sich zum Beispiel unter anderem darin, dass Ideen zur Entlastung in der Grösse von Fr. 50’000 vorgeschlagen werden. Dies lässt Zweifel an der heutigen aktuellen Führungsverantwortung aufkommen, da solche Einsparungen per Definition umgehend umgesetzt werden sollten, auch ohne Entlastungspaket.
Gebührenerhöhungen oder Planzahlkorrekturen sind nicht der richtige Weg
Weiter soll gemäss Regierung entlastet werden, indem die Gebühren erhöht werden. In diversen Positionen werden ernsthaft Finanzplankorrekturen oder mit der Massnahme M48 gar jetzt schon ein Teuerungsverzicht auf mehrere Jahre dem Parlament als Entlastungsmassnahme verkauft. Dies ist nicht nur als illusorisch, sondern auch als Affront dem Personal gegenüber zu bezeichnen. Zudem sollen mit Korrekturmechanismen beim Finanzausgleich M21 system-fremde und mit dem aktuellen Finanzausgleich abgeschafften Steuerfussabhängigkeiten als relevante Bemessungs-/Korrekturfaktoren reaktiviert werden. Solche Überlegungen müssen ganzheitlich ausgewogen und im Rahmen der Wirksamkeitsberichterstattung zum Finanzausgleich aufs Tapet kommen und können nicht Gegenstand eines Entlastungspaketes sein. Es fehlen konkrete Richtlinien des Parlamentes was es zu erreichen gilt. Insofern ist das Vorgehen der Regierung nicht verwunderlich.
Wenn Einnahmen wegfallen sind Ausgaben zu reduzieren und nicht Gebühren zu erhöhen oder Ausgaben an die unterste Staatsebene zu verlagern. Im Paket sind viele Minus-Positionen bei Gemeinden reine Planzahlenanpassungen. Diese lassen zusätzliche Belastungen in Zukunft nicht ausschliessen lassen. Die Verlagerungen auf die Gemeinden können somit sicherlich nicht als «verträglich» bezeichnet werden.

Die Forderungen des VSGP sind konkret:

  1. Strukturreform der kantonalen Verwaltung und Departemente
    Die heutige Verwaltungsorganisation des Kantons ist zu komplex, zu teuer und zu träge. Zuständigkeiten überschneiden sich, Schnittstellen führen zu Doppel-spurigkeiten und ineffizienten Prozessen.
    Der VSGP fordert:
    – Eine vollständige Aufgaben- und Effizienzanalyse der kantonalen Verwaltung
    bis Ende 2026 und Umsetzung ab 2027.
    – Die konkrete Prüfung einer Departementsreform mit Zusammenlegung von Bereichen mit hohem Überschneidungspotential, insbesondere beim Departement des Innern (DI) und dem Volkswirtschaftsdepartement (VD) sowie in Teilen im Sicherheits- und Justizdepartement (SJD), beispielsweise im Asylbereich.
    – Ein Reformpaket mit Anpassung der Kantonsverfassung ist vorzubereiten, um die Verwaltung dauerhaft zu verschlanken und zu entschlacken.
    Ziel: Nachhaltige Reduktion von Schnittstellen und echte Reformen der Staatsaufgaben.
  2. Echte Einsparungen im Personal- und Auftragswesen
    Die kantonale Verwaltung ist – trotz Sparappellen – personell stark gewachsen. Gleichzeitig werden immer mehr externe Beratungs- und Projektaufträge vergeben, die faktisch den Personalstopp umgehen.
    Der VSGP fordert:
    – Jedes Departement muss innerhalb eines Jahres 10 % der Lohnsumme einsparen.
    – Diese Einsparung darf nicht durch externe Aufträge kompensiert werden.
    – Eine Verzichtsplanung ist vorzulegen, welche die Umsetzung ohne Abbau in sicherheits- und gesundheitsrelevanten Bereichen sowie bei Amtsleitungen sicherstellt, konkret bei Kündigungen und Pensionierungen.
    – Einführung eines Pooling-Systems für Projektleitungen und Querschnittsaufgaben, um personelle Ressourcen effizienter zu nutzen.
    Ziel: Nachhaltige Reduktion der Personalkosten und des Drittaufwandes.
  3. Abbau von Parallelstrukturen im Asylwesen
    – Der Kanton unterhält im Asylbereich aktuell ein teures Parallelsystem zur Aufgabenerfüllung. Die komplette Zuordnung an die dritte Staatsebene ist dringlich zu prüfen.
    Der VSGP fordert:
    – Durch die Aufgabenübertragung an die Gemeinden könnten beachtliche Spareffekte erzielt durch die Nutzung von Synergie- und Skaleneffekten werden. Die heutige Parallelstruktur ist ineffizient und zu teuer.
    Ziel: Stärkung der operativen Zuständigkeit der Gemeinden im Asylbereich.
  4. Einführung einer Staatsquotenbegrenzung
    Das stetige Wachstum der öffentlichen Ausgaben muss gestoppt werden.
    Der VSGP fordert:
    – Einführung einer gesetzlichen Begrenzung der Staatsquote auf maximal 15 %.
    Ziel: Verbindliches Ausgabenwachstums-Limit und nachhaltige Haushaltsdisziplin.
  5. Konsequente Aufgabenteilung und Gemeindeautonomie
    Seit Jahren fordert der VSGP klare Zuständigkeiten nach dem Grundsatz: „Wer zahlt, befiehlt.“ Trotzdem werden seitens Kanton Aufgaben vorgegeben, die Zahler sind aber die Gemeinden.
    Der VSGP fordert:
    – Eingehende Überprüfung der Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden bis Ende 2026.
    – Stärkere Mitsprache bis hin zu vollständiger Kompetenzübertragung an die Gemeinden bei kostenintensiven Bereichen wie z.B.:
  6. Aufgabenkritik und -hinterfragung statt Gebührenerhöhungen
    Das sogenannte Entlastungspaket enthält Massnahmen, die keine echten Einsparungen sind – etwa Gebührenerhöhungen, Planzahlenanpassungen oder Teuerungsverzichte. Solche „Nicht-Massnahmen“ lehnt der VSGP entschieden ab.
    Der VSGP fordert:
    – Keine Gebührenerhöhungen oder Teuerungsverzichte als Sparmassnahmen deklarieren.
    – Verpflichtende Aufgabenkritik bei allen neuen und bestehenden Staatsaufträgen.
    Ziel: Umsetzung echter Sparmassnahmen.
  7. Finanzielle Realität der Gemeinden ernst nehmen
    Bereits ohne das EP2026 sind viele Gemeinden bereits gezwungen, ihre Steuerfüsse zu erhöhen. Nun sollen mit dem EP2026 jährlich rund CHF 30 Mio. brutto an die Gemeinden verschoben werden. Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts (rund CHF 20 Mio.) und dem anstehen-den, bundesweiten Entlastungspaket 2027 (konkret Reduktion der Refinanzierungsfrist im Asylbereich rund CHF 63 Mio.) drohen jährlich zusätzliche Millionenbelastungen.
    Der VSGP fordert:
    – Keine weiteren Belastungen der Gemeinden.
    – Parlamentarischer Auftrag: „Keine neuen Aufgaben ohne gesicherte Gegenfinanzierung auf Kantonsebene.“
    Ziel: Keine zusätzlichen Belastungen der kommunalen Steuerfusspolitik mit kantonalen Verschiebungsmassnahmen.

    Gesamtfazit und Einladung an die Finanzkommission und das Parlament:
    Der VSGP lädt die Finanzkommission und das Parlament ein, klare Vorgaben zur Entwicklung des Staatshaushaltes zu machen. Das vorliegende Entlastungsprogramm 2026 ist und bleibt mehrheitlich ein Verschiebungsprogramm und zwar in einem für die Gemeinden untragbaren Umfang. Anstatt sich in der Detaildiskussion zu den einzelnen 87 Massnahmen zu verlieren, erwarten wir, dass das Parlament auf die Vorlage eintritt, diese aber an die Regierung zur Nachbesserung zurückweist.

    Für Rückfragen steht VSGP-Präsident, Rolf Huber, Tel. 079 233 70 16 oder rolf.huber@vsgp.ch zur Verfügung.

15.10.2025 – Tag der Gemeinden an der OLMA 2025 – ein voller Erfolg!

„Zurück ins Dorf“ am Tag der Gemeinden 2025
„Es gibt nur ein Ziel“, sagte Matthias Bellwald, „zurück ins Dorf.“ Der Gemeindepräsident von Blatten – das Dorf im Lötschental im Kanton Wallis war im Mai 2025 durch einen Bergsturz zerstört worden – ist überzeugt, dass das Dorf eine Zukunft hat. „Das Lötschental ohne Blatten ist keine Option“, sagte er. Aus diesem Grund laufen unter dem Motto „Blatten 2030“ Wiederaufbauarbeiten, damit die ersten Bewohnerinnen und Bewohner im Jahr 2026 temporär in die Häuser zurückkehren können, die noch intakt sind, und das Gros der Blattnerinnen und Blattner ab 2029 wieder in ihrem Heimatdorf wohnen kann. Beim Tag der Gemeinden 2025 an der OLMA, der vom Verband St.Galler Gemeindepräsidien (VSGP) und vom Verband St.Galler Ortsgemeinden (VSGOG) organisiert worden war, stand auch die Künstliche Intelligenz (KI) im Fokus, an der besonders in der Verwaltung kein Weg vorbeiführt. Gleichwohl hoben die Referentinnen und Referenten unter der Moderation von Sabine Bianchi den Mahnfinger, einerseits wegen des Datenschutzes wie Angela Eicher, Leiterin Politische Planung, Controlling und Führungsunterstützung Staatskanzlei Kanton St.Gallen, und anderseits wegen der Menschen wie Kathrin Kölbl und Tom Heinz von der Abraxas Informatik AG hervorhoben. Der St.Galler Staatssekretär Benedikt van Spyk betonte vor 460 Vertreterinnen und Vertretern von Politischen Gemeinden, Bürger- und Ortsgemeinden aus der ganzen Schweiz, viele davon aus dem OLMA-2025-Gastkanton Wallis: „Wir können das Vertrauen der Bevölkerung nur gewinnen, wenn wir gute und stabile Lösungen anbieten.“ Dass KI auch im Weinbau eingesetzt wird, bestätigten die Winzer Florian Wetli (Wetli Weine AG, Berneck), Diego Mathier (Adrian & Diego Mathier Nouveau Salquenen AG) und Martin Wiederkehr (Weinbauzentrum Wädenswil). „Wir verschliessen uns neuen Technologien nicht, dennoch muss die Tradition bewahrt werden.“ Es müsse eine Symbiose von digital und analog entstehen. Ähnlich äusserte sich Leo Schuler, Präsident der Burgergemeinde Zermatt, der ebenfalls von einer Symbiose sprach, und zwar von Tradition und Fortschritt, wobei bei der Burgergemeinde Zermatt noch der Tourismus hinzukommt. Fortschritt war auch das Thema von Marco Zahner, Geschäftsführer Energieagentur St.Gallen, der die Sonnenergie und vor allem die Speicher für die Solarenergie als Gamechanger bezeichnete. (pd)